Mental Load und wie du langsam wieder zu dir selbst findest

mental load, Ruhe, Mutte Coaching, Resilienz Beraterin Julia Geyer

Ein Praxisbericht aus der psychologischen Beratung für Frauen, die funktionieren, obwohl sie innerlich längst müde sind.

Wenn der Tag endet, aber dein Kopf nicht zur Ruhe kommt

Viele Frauen, die zu mir in die Beratung kommen, erzählen im ersten Gespräch eine ganz ähnliche Szene. Es ist spät am Abend, das Haus ist endlich ruhig, die Kinder schlafen, vielleicht läuft im Hintergrund eine Spülmaschine. Und sie selbst sitzt am Küchentisch, mit einem halbkalten Tee, den sie mehrfach vergessen hat zu trinken. Die Einkaufsliste fürs Wochenende liegt neben ihr, im Kopf planen sich die kommenden Termine wie von selbst weiter. Und mitten in dieser Stille taucht ein Gedanke auf, der sich schwerer anfühlt als alles andere: „Ich kann nicht mehr.“

Familienberatung Mamaberatung Mamacoaching Vaterberatung Julia Geyer

Wie Mental Load sich anfühlt und warum er so oft übersehen wird

Was bedeutet eigentlich Mental Load?

Wenn wir über Mental Load sprechen, geht es nicht nur um das Wäschewaschen, Aufräumen oder den Einkauf, der noch schnell zwischendurch erledigt werden muss. Das alles gehört natürlich zum Alltag dazu und kann anstrengend sein. Wikipedia beschreibt es als „Belastung, die durch das Organisieren von Alltagsaufgaben entsteht, die gemeinhin als nicht der Rede wert erachtet werden und somit weitgehend unsichtbar sind.“ Doch der Kern des Mental Load liegt tiefer. Er beschreibt die unsichtbare, dauerhafte Denkarbeit, die vor allem Frauen und Mütter im Hintergrund leisten, damit das Familienleben überhaupt funktioniert.

Gemeint ist die Verantwortung für all die kleinen und großen Dinge, die niemand sieht, die aber ständig im Kopf präsent sind. Wer braucht neue Schuhe. Welche Termine stehen in der Schule an. Wie lassen sich Arbeitszeit und Kinderbetreuung organisieren. Was kommt diese Woche auf den Tisch und mag das eigentlich jeder. Welche Unterlagen müssen sortiert, welche Anrufe noch erledigt werden. Und gleichzeitig laufen im Hintergrund all die emotionalen Prozesse mit – die Bedürfnisse der Kinder, die Stimmung in der Familie, die Sorge, an alles denken zu müssen, damit es allen gut geht.

Diese mentale Last entsteht nicht erst beim Tun, sondern beim ständigen Mitdenken, Planen und Vorausfühlen. Sie hört nie wirklich auf. Selbst in Momenten, die eigentlich erholsam sein sollten, tickt im Kopf eine unsichtbare To-do-Liste weiter. Genau dieses Gefühl, nie wirklich abschalten zu können, führt auf Dauer zu Erschöpfung, innerer Unruhe und dem Empfinden, in einem endlosen Kreislauf festzustecken.

Mental Load zeigt sich also nicht nur im vollen Terminplan, sondern vor allem in der dauerhaften Verantwortung, den Überblick zu behalten und die Familie zu tragen. Und genau diese unsichtbare Arbeit verdient Aufmerksamkeit – und Entlastung.

Wie Mental Load sich anfühlt und warum er so oft übersehen wird

Wenn du Mutter bist, berufstätig, viel Verantwortung trägst, emotional mit allen mitschwingst und ständig versuchst, allen gerecht zu werden, dann kennst du dieses Gefühl vielleicht. Es ist diese Mischung aus:

  • planen
  • denken
  • erinnern
  • organisieren
  • vorhersehen
  • verantworten
  • für alle emotional mitschwingen

Dieses stille „Ich funktioniere, aber ich lebe nicht mehr richtig“. Dieses erschöpfte, gleichzeitig rastlose Innere, das nie genug Schlaf bekommt, nie genug Pause hat und nie genug Raum findet, um wirklich runterzufahren. In einem früheren Artikel habe ich bereit darüber gesprochen, was es für Auswirkung haben kann: „Das passiert, wenn du nicht schläfst! Die 6 unterschätzten Konsequenzen„.

Viele Frauen sagen dann im Gespräch zu mir, sowas wie Sabine* (3-fach Jungs-Mama, Lehrerin, *Name aus Diskretion geändert):

„Ich mache alles. Und trotzdem habe ich das Gefühl, ständig hinterherzulaufen.“

Mental Load ist mehr als viele Aufgaben

All das hat einen Namen. Mental Load. Ein Begriff, der so nüchtern klingt und gleichzeitig so viel umfasst. Mental Load beschreibt nicht einfach nur viele Aufgaben. Er beschreibt die unsichtbare, ständige gedankliche Arbeit, die Verantwortung, die Hinter-den-Kulissen-Arbeit, die emotionalen Mikroentscheidungen, die eine Frau Tag für Tag trifft, ohne dass jemand sie sieht. Es ist nicht die Frage, wer etwas tut – sondern wer daran denkt. Und sehr häufig bist das du.

Warum gerade Mütter in die mentale Überlastung rutschen

In meiner Praxis sehe ich immer wieder, wie sehr Mental Load Frauen belastet, ohne dass sie es zu Beginn überhaupt bemerken. Es beginnt schleichend. Vielleicht damit, dass du nachts wach wirst, weil dir plötzlich einfällt, dass morgen ein Ausflug in der Schule ist und du noch schnell einen Snack vorbereiten musst. Vielleicht damit, dass du am Ende des Tages nicht weißt, was du eigentlich geschafft hast, weil dein Kopf voller kleiner, unsichtbarer Aufgaben war. Vielleicht damit, dass du immer gereizter reagierst, obwohl du dir vornimmst, ruhiger zu bleiben.

Wie Mental Load den Körper beeinflusst

Viele Frauen, oft ohne es bewusst zu erkennen, haben schon als Kinder gelernt, Verantwortung zu übernehmen. Empathisch zu sein. Erwartungen zu erfüllen. Friedensstifterin zu sein. Wenn du früh gelernt hast, zu funktionieren, dann ist es heute logisch, dass du schneller in den Mental Load rutschst. Nicht, weil du schwach bist, sondern weil du zu lange stark warst.

Mental Load wirkt nicht nur im Kopf. Er wirkt im Körper. Frauen berichten von ständiger Müdigkeit, Verspannungen, Kopfschmerzen, Herzrasen, einem inneren Druck, der sich nicht lösen lässt. Manche fühlen sich emotional wie „abgeschaltet“, andere reagieren empfindlicher als früher. All das sind natürliche Reaktionen eines Nervensystems, das im Dauerstress feststeckt. Dein Körper ist nicht „falsch“. Er ist müde. Er ist überfordert. Und er zeigt dir, dass du Unterstützung brauchst, nicht mehr Leistung.

Es ist nicht „zu wenig schaffen“, sondern zu viel tragen

In der Beratung taucht häufig ein Moment der Erleichterung auf. Ein Moment, in dem eine Frau zum ersten Mal hört: „Du reagierst normal auf eine unnormale Belastung.“ Dieser Satz öffnet Türen. Er nimmt Druck. Er gibt Raum. Er macht sichtbar, dass du nicht versagst, sondern überlastet bist. Und dass es Wege gibt, wieder herauszufinden.

Die Schritte, die wirklich helfen, sind selten radikal. Es geht nicht darum, dein Leben über Nacht umzubauen. Es geht darum, dein Nervensystem langsam wieder in einen Zustand zu begleiten, in dem du atmen kannst. In dem du dich wieder spürst. In dem du Dinge sortieren kannst, ohne zusammenzubrechen. Und genau daraus entstehen später die Schritte, die deinen Alltag leichter machen.

A joyful moment between mother and daughter hugging in a bright, modern home interior.

Viele Frauen sind erstaunt, wie viel sich verändert, wenn man an der richtigen Stelle ansetzt. Nicht im Perfektionismus. Nicht an To-do-Listen. Sondern an der inneren Belastung. Es geht um kleine Momente echter Ruhe. Um ehrliche Bedürfnisse. Um den Mut, Verantwortung zu teilen. Um Pausen, die nicht „verdient“, sondern notwendig sind.

„Ich bin die gleiche wie vorher und trotzdem fühlt sich alles anders an.“ – Sabine, nach der zweiten Sitzung

Genau das ist die Wirkung von innerer Entlastung. Wenn dein Nervensystem wieder Raum bekommt, verändert sich nicht nur dein Alltag – sondern die gesamte Atmosphäre in deiner Familie.

Wie sich die Stimmung deiner Kinder verändert, wenn du innerlich ruhiger wirst

Viele Mütter sagen nach der Begleitung: „Meine Kinder sind entspannter, seit ich ruhiger bin.“
Und das ist kein Zufall. Das Nervensystem einer Mutter wirkt auf das gesamte Familiensystem. Wenn du ruhiger wirst, reagieren alle um dich herum sanfter. Konflikte werden weniger. Nähe wird leichter. Alltag wird entspannter. Veränderung beginnt bei dir und sie wirkt nach außen.

Wenn du spürst, dass du darüber sprechen möchtest – ich bin da

Vielleicht hast du beim Lesen gemerkt, dass etwas in dir anklang. Ein leises „Ja, genau so fühlt es sich an“. Ein tiefer Atemzug. Oder einfach der Wunsch, das alles nicht mehr allein tragen zu müssen. Du musst jetzt nichts entscheiden. Du musst dich auch nicht erklären. Manchmal braucht es einfach einen sicheren Ort, an dem du sagen darfst, was gerade in dir vorgeht. Ohne Bewertung, ohne Erwartungen, ohne dass du stark sein musst.

Julia Geyer Julia Geyer MamaBeraterin, Mamacoach, Seminarleiterin psychologische beratung

Deshalb lade ich dich herzlich zu einem kostenlosen und unverbindlichen Erstgespräch ein. In diesem Raum geht es nur um dich. Wir schauen gemeinsam darauf, was dich im Moment belastet, was dir Energie nimmt – und was du brauchst, um wieder mehr Ruhe, Klarheit und Leichtigkeit zu spüren.

In unserem Gespräch erhältst du:

  • Klarheit über das, was in dir vor sich geht
  • Orientierung, damit du deinen nächsten Schritt findest
  • Zuhören, das dich wirklich sieht, ohne Druck und ohne Bewertung

Und danach entscheidest du ganz in deinem Tempo, wie es weitergehen kann.

Wenn sich das gut für dich anfühlt, kannst du dir hier einen Termin sichern:

Ich freue mich, dich kennenzulernen, ohne Erwartungen, aber mit viel Verständnis und echtem Verständnis für deine individuelle Situation.

Deine Julia

E2691167060540d0af8c495819460b5b

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert