Das war für mich im ersten Moment die größte Herausforderung. Aber bevor du jetzt zurückzuckst, lass dir sagen, nach der 3. Idee läufts und dir fällt immer mehr ein 🙂 Viele Selbstständige glauben, sie hätten „nichts Besonderes“ zu erzählen. Dabei liegt das wertvollste Material für erfolgreiche Pressearbeit direkt vor ihnen: im eigenen Praxisalltag. Jede Frage eines Klienten. Jede wiederkehrende Beobachtung. Jede Erkenntnis aus einem Beratungsgespräch. Der Unterschied zwischen Unsichtbarkeit und medialer Präsenz liegt nicht im Fachwissen – sondern in der Fähigkeit, Themen klar, relevant und spannend aufzubereiten. In diesem Artikel erfährst du, wie du:
Warum Klarheit in der Pressearbeit entscheidend ist
Redaktionen arbeiten unter Zeitdruck. Sie entscheiden oft innerhalb weniger Sekunden, ob ein Thema weiterverfolgt wird oder nicht.
Deshalb brauchst du drei Dinge:
- Ein relevantes Thema
- Einen prägnanten Teaser
- Eine überzeugende Schlagzeile
Diese Elemente sind kein „Marketing-Extra“, sondern das Fundament deiner Pressearbeit.
Ohne klare Themenaufbereitung bleibt selbst das beste Fachwissen unsichtbar.
Was macht ein Thema wirklich medientauglich?
Nicht jedes Thema eignet sich automatisch für einen Gastbeitrag oder eine Pressemitteilung. Medien orientieren sich an bestimmten Kriterien.
Ein Thema wird interessant, wenn es mehrere dieser Merkmale erfüllt:
Aktualität
Gibt es einen Bezug zur aktuellen gesellschaftlichen Situation?
Kannst du dein Thema mit einer Jahreszeit, einem Aktionstag oder einer öffentlichen Diskussion verbinden?
Relevanz für viele Menschen
Je mehr Personen betroffen sind, desto höher ist die Chance auf Veröffentlichung.
Emotionale Dimension
Berührt dein Thema? Regt es zum Nachdenken an? Gibt es Hoffnung, Orientierung oder neue Perspektiven?
Klare Zielgruppe
Ist erkennbar, für wen dein Beitrag gedacht ist? Eltern? Berufstätige? Führungskräfte? Menschen mit Stressbelastung?
Verständlichkeit
Kann jemand ohne Fachausbildung dein Thema nachvollziehen?
Besonderer Blickwinkel
Bringst du eine neue Perspektive ein?
Erklärst du Zusammenhänge anders als üblich?
Je mehr dieser Faktoren zusammenkommen, desto größer ist die mediale Attraktivität deines Themas.
Wie findest du spannende Themen aus deiner Praxis?
Die besten Themen entstehen nicht am Schreibtisch – sondern im Alltag.
1. Höre auf wiederkehrende Fragen
Welche Fragen tauchen immer wieder auf?
Was beschäftigt deine Klienten aktuell besonders?
Was Menschen regelmäßig beschäftigt, hat fast immer gesellschaftliche Relevanz.
Wenn dich viele Klienten nach Erschöpfung, innerer Unruhe oder psychosomatischen Beschwerden fragen, steckt darin bereits ein potenzielles Medienthema.
2. Beobachte Trends
Gibt es Entwicklungen, die dir in letzter Zeit häufiger begegnen?
Vielleicht nimmst du zunehmende Unsicherheit wahr.
Oder steigende Belastung im Berufsalltag.
Oder vermehrte psychosomatische Symptome.
Solche Beobachtungen spiegeln oft gesellschaftliche Strömungen wider.
3. Nutze deine Fachkompetenz
Was für dich selbstverständlich ist, kann für Außenstehende neu und faszinierend sein.
Gerade Spezialisierungen bieten enormes Potenzial:
- besondere Methoden
- neue Ansätze
- ungewöhnliche Verknüpfungen
- praxisnahe Erkenntnisse
Frage dich:
Welches Wissen besitze ich, das anderen Orientierung geben könnte?
4. Denke saisonal
Viele Themen lassen sich an Jahreszeiten oder Aktionstage anknüpfen:
- Stress vor Weihnachten
- Neujahrsvorsätze zur Ernährung
- Frühjahrsmüdigkeit
- Hautpflege im Sommer
- mentale Gesundheit im Herbst
- Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen
- Weltgesundheitstag
- und viele mehr
Ein zeitlicher Bezug erhöht die Veröffentlichungschancen deutlich. So könntest du als Hundeexperte zum Beispiel zum Frühjahr einen Artikel zum Thema „Zecken“ schreiben, keine Sorge es kommt gleich ein Beispiel.
Ein Teaser ist eine kurze, prägnante Zusammenfassung deines Themas. Er umfasst meist nur wenige Sätze – und entscheidet dennoch über Erfolg oder Ablehnung. Ein guter Teaser beantwortet sofort:
- Worum geht es?
- Warum ist das Thema relevant?
- Welchen Nutzen haben Leser?
Wichtig:
Ein Teaser ist kein Werbetext.
Er kommt ohne Ich-Form, ohne Versprechen und ohne Übertreibung aus. Stattdessen schafft er Klarheit, weckt Interesse und zeigt Relevanz.
Man kann ihn sich wie eine inhaltliche Vorschau vorstellen, eine Einladung, tiefer einzusteigen.
Ein professioneller Teaser enthält:
- eine klar benannte Problematik oder Fragestellung
- eine erkennbare Zielgruppe
- einen Hinweis auf mögliche Lösungsansätze
- eine Einordnung der gesellschaftlichen Bedeutung
Er bleibt sachlich, verständlich und kompakt.
Fachbegriffe dürfen vorkommen – aber nur, wenn sie erklärt oder allgemein bekannt sind.
Der Teaser bildet die Grundlage für:
- Pressemitteilungen
- Gastbeiträge
- Anschreiben an Redaktionen
- Exposés für Medienanfragen
Die Schlagzeile: Der erste Eindruck entscheidet
Noch bevor dein Text gelesen wird, wird deine Schlagzeile beurteilt.
Sie entscheidet, ob Interesse entsteht oder nicht.
Eine gute Schlagzeile:
- bringt das Thema klar auf den Punkt
- ist verständlich auf den ersten Blick
- greift ein Problem, eine Lösung oder ein Bedürfnis auf
- bleibt sachlich
- ist nicht länger als etwa 10–12 Wörter
Sie darf emotional berühren, aber nicht aggressiv oder reißerisch wirken.
Schwache Schlagzeilen erkennt man daran, dass sie:
- werblich klingen
- Versprechen enthalten
- unklar formuliert sind
- in der Ich-Form geschrieben sind
Starke Schlagzeilen stellen immer das Thema in den Mittelpunkt – nicht die Person dahinter.
Hier ist ein Beispiel wie das zum Thema „Zecken“ aussehen kann:
Zeckenzeit ohne Chemie? Wie du deinen Hund über die Ernährung stärken kannst (Schlagzeile)
Sobald die Temperaturen steigen, beginnt sie wieder: die Zeckenzeit. Viele Hundehalter möchten auf chemische Spot-ons oder Halsbänder verzichten, aus Sorge um Nebenwirkungen oder Langzeitfolgen. Doch wusstest du, dass auch die Ernährung eine Rolle spielen kann? Bestimmte Nährstoffe, Kräuter und Öle können das Hautmilieu beeinflussen und so dazu beitragen, deinen Hund weniger attraktiv für Zecken zu machen. Wie das funktioniert und worauf du wirklich achten solltest, erfährst du in diesen Artikel. (Teaser)
Öffentlichkeitsarbeit für Fachmedien vs. breite Öffentlichkeit
Nicht jede Zielgruppe ist gleich.
Wenn du für die allgemeine Öffentlichkeit schreibst, brauchst du:
- einfache Sprache
- lebensnahe Beispiele
- klare Struktur
Wenn du hingegen für Fachzeitschriften schreibst, gelten andere Maßstäbe:
- tiefere inhaltliche Ausarbeitung
- präzise Fachsprache
- Studien oder Quellen
- klar definierte Argumentation
Beide Formen verlangen Professionalität – aber auf unterschiedlichem Niveau.
Do and Don’ts in der Themenaufbereitung
Viele Selbstständige sabotieren ihre Pressearbeit unbeabsichtigt durch:
- zu werbliche Formulierungen
- unklare Botschaften
- zu lange, komplizierte Sätze
- fehlende Zielgruppenorientierung
- Fachjargon ohne Erklärung
Besser ist:
- klare Sprache
- nachvollziehbare Argumentation
- Fokus auf den Nutzen für Leser
- Perspektivwechsel: „Was interessiert die Redaktion?“
Fazit: Sichtbarkeit beginnt mit klarer Themenführung
Expertenstatus entsteht nicht nur durch Kompetenz – sondern durch professionelle Kommunikation.
Wenn du lernst,
- relevante Themen aus deinem Alltag zu identifizieren
- sie medientauglich aufzubereiten
- präzise Teaser zu formulieren
- und starke Schlagzeilen zu entwickeln
schaffst du die Grundlage für nachhaltige Sichtbarkeit.
Pressearbeit ist kein Zufall. Sie ist planbar. Und sie beginnt immer mit einer einfachen Frage: Würde ich selbst diesen Artikel lesen wollen?
Wenn die Antwort „Ja“ lautet, bist du auf dem richtigen Weg. Trau dich, geh raus mit deiner Expertise!
Du willst nicht länger unsichtbar bleiben?
Wenn du deine Expertise endlich professionell positionieren und gezielt in die Medien bringen möchtest, dann lass uns sprechen.
Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns an:
- Wo du aktuell stehst
- Welche Marketing oder PR-Strategie zu dir passt
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