Ich nehme dich in den nächsten Blogartikeln etwas mit in das Thema Sichtbarkeit, was meine Learnings und Erfahrungen waren und wie es bei mir funktioniert hat. Viele Selbstständige glauben, sie müssten lauter sein. Mehr posten. Mehr verkaufen. Mehr werben. Doch echte Sichtbarkeit entsteht nicht durch Lautstärke, sondern durch Vertrauen. Und genau hier kommt PR ins Spiel (neben anderen Formaten).
Public Relations, also strategische Öffentlichkeitsarbeit, ist kein Marketing-Trick. Sie ist ein nachhaltiger Weg, um dich als Expertin oder Experte zu positionieren, Glaubwürdigkeit aufzubauen und unabhängig von Werbung sichtbar zu werden. In diesem umfassenden Leitfaden erfährst du:
Was ist PR – und warum ist sie mehr als Marketing?
PR (Public Relations) ist Öffentlichkeitsarbeit. Sie verfolgt ein anderes Ziel als klassische Werbung. Während Marketing in erster Linie verkauft, verfolgt PR einen anderen Schwerpunkt:
Vertrauen aufbauen, Orientierung geben, Kompetenz sichtbar machen.
PR wirkt langfristig. Sie basiert auf Inhalten mit Substanz, nicht auf Kaufanreizen.
Der Unterschied in der PR und Marketing in der Praxis
Marketing arbeitet häufig mit bezahlten Kanälen: Anzeigen, Kampagnen, Promotions.
PR hingegen funktioniert über:
- Pressemitteilungen
- Fachartikel
- Interviews
- Expertenstatements
- redaktionelle Beiträge
Marketing kauft Aufmerksamkeit. PR verdient sie. Und genau deshalb wirkt sie zum Teil glaubwürdiger, beide beruhen allerdings auf Beziehung.
Warum ist PR für Selbstständige so wichtig?
Große Unternehmen haben Budgets, Markenbekanntheit und eigene PR-Abteilungen. Als Selbstständige:r bist du oft deine eigene Marke.
Und genau deshalb ist strategische Öffentlichkeitsarbeit so wertvoll.
1. PR schafft Sichtbarkeit ohne Werbebudget
Du musst keine Anzeigen schalten, um wahrgenommen zu werden. Wenn du mit Fachartikeln, Interviews oder redaktionellen Beiträgen sichtbar wirst, entsteht Reichweite durch Inhalt, nicht durch Budget.
2. PR baut Vertrauen auf, bevor jemand dich kontaktiert
Menschen informieren sich, bevor sie kaufen oder buchen. Wenn sie bei ihrer Recherche:
- einen Artikel über dich finden
- ein Interview lesen
- einen Fachbeitrag entdecken
entsteht bereits vor dem Erstgespräch Vertrauen.
3. PR positioniert dich klar
Du zeigst:
- Wofür du stehst
- Welche Themen deine Expertise sind
- Welche Haltung du vertrittst
Das schafft Wiedererkennungswert.
Was ist eine Pressemappe – und warum brauchst du sie?
Wenn du professionell mit Medien arbeiten willst, brauchst du Struktur.
Eine Pressemappe ist deine visuelle und inhaltliche Visitenkarte für Redaktionen.
Alles was in deine professionelle Pressemappe gehört, findest du in diesen Blogartikel „Die Pressemappe: Dein professioneller Auftritt gegenüber Medien“
Was ist eine Pressemitteilung – und wie schreibst du sie richtig?
Die Pressemitteilung ist eines der wichtigsten Werkzeuge der PR.
Sie ist:
- kurz
- sachlich
- journalistisch aufgebaut
- informativ
- nicht werbend
Ihr Ziel ist es, einer Redaktion eine verwertbare Nachricht zu liefern.
Wann ist eine Pressemitteilung sinnvoll?
Immer dann, wenn es einen konkreten Anlass gibt:
- neues Angebot
- Veranstaltung
- Projektstart
- gesellschaftlich relevantes Thema
- Jubiläum
- fachlicher Standpunkt
Die entscheidende Frage lautet:
Warum ist das jetzt relevant?
Der Aufbau einer professionellen Pressemitteilung
1. Die Überschrift
- klar
- sachlich
- präzise
- kein Marketing
Sie entscheidet, ob weitergelesen wird.
2. Der Lead-Absatz
Hier beantwortest du sofort die klassischen W-Fragen:
- Wer?
- Was?
- Wann?
- Wo?
- Wie?
- Warum?
Dieser Absatz muss die Kernbotschaft transportieren.
3. Der Hauptteil
Hier kommen:
- Hintergrundinformationen
- Zusammenhänge
- Motivation
- Einordnung
Ein Zitat von dir kann den Text lebendiger machen.
4. Kurzprofil
Ein sachlicher Infoblock über dich.
5. Kontakt & Bildhinweis
Vollständige Kontaktdaten.
Hinweis auf verfügbares Bildmaterial.
Redaktioneller Artikel vs. Pressemitteilung – was ist der Unterschied?
Diese beiden Formate werden oft verwechselt.
Doch sie erfüllen unterschiedliche Funktionen.
Die Pressemitteilung
- wird von dir geschrieben
- dient als Informationsvorschlag
- kann Grundlage für Berichterstattung sein
- bleibt in deiner Kontrolle
Der redaktionelle Artikel
- wird von Journalist:innen verfasst
- basiert ggf. auf Interview oder Recherche
- ist unabhängig
- kann nicht von dir gesteuert werden
- gilt als besonders glaubwürdig
Redaktionelle Artikel wirken stark, weil sie von außen kommen.
Was ist ein Gastbeitrag – und wie nutzt du ihn strategisch?
Ein Gastbeitrag ist eine besondere Form des redaktionellen Artikels.
Hier schreibst du selbst – aber nach journalistischen Standards.
Kein Verkauf.
Keine Angebote.
Kein Call-to-Action.
Sondern:
- Fachwissen
- Einordnung
- Erfahrung
- Haltung
Aufbau eines gelungenen Gastbeitrags
1. Titel
Neugierig machend – aber nicht reißerisch.
2. Einleitung
Einstieg über:
- eine Beobachtung
- eine typische Frage
- eine Alltagssituation
3. Hauptteil
- Thema vertiefen
- Zusammenhänge erklären
- Fachbegriffe verständlich machen
- Praxisbezug herstellen
4. Fazit
- Kerngedanke zusammenfassen
- Impuls geben
- Perspektive öffnen
5. Autorenprofil
Kurz. Sachlich. Ohne Werbung.
PR ist ein Prozess – kein einmaliger Schritt
Sichtbarkeit durch PR entsteht nicht über Nacht.
Aber sie entsteht nachhaltig.
Wenn du regelmäßig:
- klare Themen positionierst
- mediengerecht formulierst
- deine Pressemappe pflegst
- Anlässe strategisch nutzt
- Fachartikel einreichst
baust du Schritt für Schritt:
- Vertrauen
- Wiedererkennung
- Reputation
auf.
Fazit: Warum PR, Blog, Podcast & Co. nachhaltige Hebel für deine Sichtbarkeit sind
PR und Co bedeutet nicht, dich zu verkaufen. PR bedeutet, sichtbar zu machen, wofür du stehst.
Sie hilft dir:
- unabhängig von Werbung zu werden
- als Expert:in wahrgenommen zu werden
- Vertrauen aufzubauen
- langfristig präsent zu sein
Du willst nicht länger unsichtbar bleiben?
Wenn du deine Expertise endlich professionell positionieren und gezielt in die Medien bringen möchtest, dann lass uns sprechen.
Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns an:
- Wo du aktuell stehst
- Welche Marketing oder PR-Strategie zu dir passt
- Welche Themen sich für dich eignen
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